Glossar

  • A
    Allel Beschreibt die verschiedenen Zustandsformen eines Gens.
    Amphibien (Lurche) Landlebende Wirbeltiere deren Fortpflanzung an Wasser gebunden ist.
    Anthropogene Nahrung Umschreibt Nahrungsquellen, die menschlicher Herkunft sind, zum Beispiel Müll mit Essensresten oder Kompost.
    Aujeszkysche Krankheit Durch Aujeszky-Virus hervorgerufene, anzeigepflichtige Tierseuche, für Hunde tödlich. Wird durch Schweine übertragen, die selbst nicht erkranken.
  • B
    Bakterien Mikroorganismen, die im Gegensatz zu Viren über eine Zellwand verfügen. Ihre DNS liegt frei im Cytoplasma.
    Befriedeter Bezirk Sind Bereiche auf denen die Jagdausübung ruht. Es sind jedoch Ausnahmeregelungen möglich.
    Besonders geschützte Art Sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz Arten mit besonderem Schutzstatus.
    Biberburg Wohnbau eines Bibers.
    Biodiversität Kommt von Bios (Leben) und Diversität (Vielfalt), also die Viefalt des Lebens.
    Biolandbau Eine Form des Landbaus, der unter anderem auf synthetischen Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichtet.
    Biosphäre Bezeichnet den Raum zwischen der Erde und der Erdhülle.
    Biotop Der räumliche Teil eines Ökosystems.
    Biozönosen Die Gesamtheit der in einem Ökosystem zusammenlebenden Organismen.
    Brucellose Infektionskrankheit verursacht durch Brucellabakterien. Zoonose.
  • C
    Carnivora Raubtiere- Systematische Gruppe (Ordnung) der Säugetiere, umfasst Hundeartige und Katzenartige.
    Chinaseuche (RHD) Viruserkrankung, die Blutungen verursacht. RDH= Haemorrhagic Disease).
  • D
    DNS Träger der Erbinformation.
  • E
    Eizelle Weibliche Keimzelle.
    Eurasien Begriff für Europa und Asien.
  • F
    Fähe Weibliches Tier bei Hundeartigen (Fuchs, Waschbär, Wolf, Marderhund, Dachs, Mardern, Wieseln, Nerzen).
    Fluchtdistanz Mindestabstand, den ein Tier zu einer potentiellen Bedrohung akzeptiert, ohne zu fliehen.
    Fluchtreflex Beschreibt alle Bewegungsabläufe, die einem Tier dazu dienen, sich einer potentiellen oder tatsächlichen Bedrohung zu entziehen.
  • G
    Gen Ist ein Abschnitt der DNS, welches die Information zur Entwicklung einer Eigenschaft enthält.
    Gleichwarme Tiere Tiere, die ihre Körpertemperatur von der Außentemperatur weitgehend unabhängig konstant halten (Vögel und Säugetiere).
  • H
    Habitat Aufenthaltsbereich einer Tier- oder Pflanzenart.
    Hemerophil Hemerophil: Siehe Kulturfolger.
    Hemerophob Siehe Kulturflüchter.
    Herbivor Auch herbivore Ernährungsweise, Pflanzenfresser, nehmen keine tierische Nahrung zu sich.
    Herrenlos In Bezug auf Wildtiere bedeutet es, dass keiner Besitz an Ihnen hat.
  • I
    Invasive Art Im Naturschutz werden die gebietsfremden Arten als invasiv bezeichnet, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope haben. So treten invasive Arten z.B. mit einheimischen Arten in Konkurrenz um Lebensraum und Ressourcen und verdrängen diese
  • J
    Jagdrecht Umfasst rechtliche Regelung der Jagdausübung (z.B. Jagd- und Schonzeit von jagdbarem Wild).
  • K
    Karnivor Ernährungsweise: Fleischfresser.
    Keimruhe Beschreibt den Vorgang einer Entwicklungsverzögerung einer befruchteten Eizelle. Diese Funktion gewährleistet, dass die Jungen zu einem günstigen Zeitpunkt geboren werden.
    Kokzidien Parasiten die vorwiegend den Magen-Darm-Trakt befallen.
    Kombination Beschreibt die Durchmischung von Allelen in dessen Ergebnis es zu neuen Merkmalskombinationen kommt.
    Kontrazeption Empfängnisverhütung.
    Kulturflüchter Darunter versteht man Tierarten, die die Nähe des Menschen meiden.
    Kulturfolger Darunter versteht man Tierarten, die die Nähe des Menschen tolerieren und in urbanen Bereichen vorkommen.
  • L
    Leptospirose Infektionskrankheit die durch bestimmte Krankheitserreger der Gattung Leptospira verursacht wird. Zoonose, tritt vor allem bei Mäusen und Ratten auf.
  • M
    Mammalia Wissenschaftliche Bezeichnung für die Klasse der Säugetiere. Es handelt sich um Tiere, die lebenden Nachwuchs zur Welt bringen und diesen mit Milch säugen.
    Mikrohabitate Kleinräumige oder speziell abgegrenzte Lebensräume.
    Milben Zu den Spinnentieren gehörende Unterklasse. Meist parasitisch lebend.
    Monogam Feste Paarbildung, keine Fortpflanzung mit mehreren Partnern.
    Myxomatose Viruskrankheit verursacht durch Pockenviren, auch Kaninchenpest genannt.
  • N
    Naturschutzrecht Rechtsgrundlage des Naturschutzes. Enthält u. a. Vorgaben zum Art- und Gebietsschutz.
    Nestflüchter Sind Jungtiere von Wirbeltieren, die den Eltern bereits unmittelbar nach der Geburt folgen können.
    Nesthocker Sind Jungtiere von Wirbeltieren, die den Eltern nach der Geburt nicht folgen können.
  • O
    Ökosystem Einheit der Biosphäre, in der Biotop und Biozönose in Wechselbeziehung stehen.
    Omnivor Allesfresser, nehmen sowohl pflanzliche, als auch tierische Nahrung zu sich.
  • P
    Paläarktis Umfasst Europa, Nordafrika, Nordasien.
    Panleukopenie Ist eine häufig tödlich verlaufende, virusbedingte Krankheit
    Parasiten Sind Lebewesen, die Nahrung bzw. Ressourcen von einem Wirtstier beziehen. Der Wirt wird dabei geschädigt, bleibt jedoch am Leben. In nur seltenen Fällen führt dies auch zum Tod des Wirtes.
    Parvovirose Hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit
    Pasteurellose Ist eine durch Bakterien der Gattung Pasteurella hervorgerufene Zoonose.
    Polygam Keine feste Paarbindung, Fortpflanzung mit mehreren Partnern.
    Populationslenkung Alle Maßnahmen, um eine Wildtierpopulation in ihrer Dichte zu begrenzen (z.B. durch Jagd oder Kontrazeption).
    Populationssteuerung Siehe Populationslenkung.
  • R
    Ranz Paarungszeit bei Hundeartigen.
    Räude Hautkrankheit, durch Milbenbefall verursacht. Sehr hohes Ansteckungsrisiko durch befallene Tiere. Kann auch als Zoonose auftreten.
    Regenbogenhaut Die durch Pigmente (Augenfarbe) gefärbte Blende des Auges.
    Regulationsmaßnahmen Umfasst alle Eingriffe in eine Wildtierpopulation zum Ziele der Begrenzung ihres Wachstums.
    Rüde Männliches Tier bei Hundeartigen (Fuchs, Waschbär, Wolf, Marderhund, Dachs, Mardern, Wieseln, Nerzen).
    Rudel Geschlossene und individualisierte Gruppe von Säugetieren. Eine Herde beschreibt im Gegensatz dazu einen anonymen Verband deren Mitglieder sich nicht individuell kennen.
  • S
    Säugetier Tiere, die lebenden Nachwuchs zur Welt bringen und diesen mit Milch säugen.
    Stadtjäger Übernimmt im Auftrag und auf Genehmigung der zuständigen Behörde (Berliner Forsten) jagdliche Eingriffe im befriedeten Bezirk. Stadtjäger arbeiten ehrenamtlich.
    Staupe Viruserkrankung bei Raubtieren, kann auch Hunde befallen. Impfung schützt.
    Streifgebiet Aufenthaltsbereich einer Tierart, die nicht gegen Artgenossen verteidigt wird.
    Streng geschützte Art Sind Arten mit hoher Gefährdungseinstufung, die unter besonderem Schutz stehen.
    Superkonzeption Bedeutet eine Konzeption (Empfängnis) während einer bestehenden Trächtigkeit.
  • T
    Territorium Aufenthaltsbereich einer Tierart, die gegen Artgenossen verteidigt wird.
    Trichinen Gattung winziger Fadenwürmer mit parasitischer Lebensweise im Muskel
    Tularämie Krankheit bei Nagetieren und Hasenartigen verursacht durch Bakterien. Häufig tödlich.
  • V
    Variation Beschreibt verschiedene Varianten eines Gens, die dazu führen, dass das betreffende Merkmal unterschiedlich ausgebildet sein kann.
    Verhaltensadaptation Beschreibt die flexiblen Anpassungen von Verhalten an die jeweiligen Umweltbedingungen.
    Viren Sind infektiöse Partikel, die sich nur in einer geeigneten Wirtszelle vermehren können und den Organismus schwächen. Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und werden daher nicht zu den Lebewesen gezählt.
  • W
    Wechselwarme Tiere Tiere, die ihre Körpertemperatur an die Umgebungstemperatur anpassen (Bsp. Insekten, Fische, Amphibien, Reptilien).
    Winterruhe Hierunter versteht man eine Form des Winterschlafes gleichwarmer Tiere, der jedoch durch Wachzustände unterbrochen wird.
    Winterschlaf Hierunter versteht man einen besonderen Ruhezustand gleichwarmer Tiere, bei dem die Körpertemperatur um 5°C herabgesetzt ist. Alle Lebensvorgänge sind auf ein Minimum reduziert. Der Winterschlaf wird nicht durch Wachzustände unterbrochen.
  • Z
    Zecken Zu den Milben gehörende Spinnentiere. Leben parasitisch, alle Arten sind blutsaugend.
    Zoonose Krankheit, die vom Tier auf den Menschen (und andersherum) übertragbar ist.
    Zwischenwirt Es handelt sich dabei um einen Organismus, der Parasiten (Zwischenformen, z.B. Larvenstadien) mit Ressourcen versorgt und damit ihre weitere Entwicklung zum adulten Tier sowie die Übertragung auf weitere Organismen ermöglicht.